Allgemeine Informationen
Was ist der MQB?
Beim Modularen Querbaukasten (MQB) handelt es sich um ein Baukastenprinzip des Volkswagen-Konzerns für Fahrzeuge mit quer verbautem Motor und Getriebe. Eingeführt wurde das System 2012, erstmals umgesetzt im Audi A3 (8V) sowie im Golf VII. Der MQB löste damit die vorherige Plattformstrategie (PQ, im Einsatz seit 2005) als gemeinsame technische Basis über die Konzernmarken hinweg ab. Er ersetzt sowohl die Karosseriestruktur (Türen, Dach, Seitenwände, Deckel – zusammengefasst als "Fahrzeughut") als auch die verbindenden Systemkomponenten zwischen Plattform und Aufbau.
Technische Daten der Karosserie
Rund 35 % der Bodenstruktur bestehen aus warmumgeformtem, extrem hochfestem Stahl, weitere 12 % aus hochfestem Dualphasenstahl. Diese Materialwahl in Kombination mit einer optimierten Geometrie macht die Bodengruppe rund 18 kg leichter als beim Vorgängersystem.
Etwa 40 Baureihen von Audi, Seat, Škoda, Volkswagen – künftig auch Nutzfahrzeuge – nutzen die neu entwickelten Vorder- und Hinterwagenmodule. Durch deren Kombinierbarkeit lassen sich unterschiedliche Radstände und Spurbreiten realisieren, gefertigt aus leichteren, hochfesten Stahlsorten. Die Vereinheitlichung der Baugruppen erlaubt eine Produktionsrate von 30 Fahrzeugen pro Stunde je Linie, die bei Bedarf durch zusätzliche Robotik auf 60 Fahrzeuge gesteigert werden kann; flexible Verschiebeanlagen ermöglichen zudem den gemischten Aufbau verschiedener Modelle auf derselben Linie. Insgesamt sind MQB-Fahrzeuge zwischen 40 und 60 kg leichter als ihre Vorgänger.
Parallel zum MQB wurde der Modulare Produktionsbaukasten (MPB) eingeführt, der die Fertigung von Anbauteilen und Aggregaten in den VW-Werken vereinheitlicht.
MQB-Varianten nach Fahrzeugsegment
- MQB-A0 – Kleinwagensegment (Polo-Klasse)
- MQB-A1 – Kompaktklasse (Golf-Klasse)
- MQB-A2 – Kompakt-SUV
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